Bronze zum Int. Wettkampf in Puurs

Datum: 23.02.18

G.Sohl/L.Aßmann das neue erfolgversprechende Schweriner Paar in der Sportakrobatik

11 Jahre ist Luise Aßmann alt und wer sie nicht kennt glaubt, ein ruhiges fast schüchternes Mädchen zu erleben. Aber auf dem  12 x 12m großen Wettkampfteppich explodiert sie förmlich. Noch nie hat eine Sportakrobatin des VfL Schwerin sich so rasant entwickelt. Gerade einmal 18 Monate trainiert sie mit der über viele Jahre erfolgreichen Gofrahn Sohl. Für alle Insider überraschend wurden sie vor knapp 4 Wochen vom Bundestrainer  in die Junioren Nationalmannschaft berufen, die Deutschland im April zu den Weltmeisterschaften in Antwerpen vertreten wird. Gofrahn Solh war bereits 2x bei  einer Europameisterschaft und 2x bei einer Weltmeisterschaft in der Sportakrobatik am Start. Zuletzt 2016 in China im Trio in der Meisterklasse. Sie  wollte  es noch einmal wissen. Immer war sie der `Top`, musste die Mehrfach-Saltos  drehen, den Einarmer stehen, Schweizer ziehen und komplizierte Verbindungen bauen.

Jetzt, inzwischen im 18. Lebensjahr, startete sie ihr Comeback als Basis im Paar. Passend erschien die 1,36 m große Luise Aßmann aus dem Nachwuchsbereich des VfL. Und es passte! Rasant entwickelten sie sich und turnten sehr schnell das schon sehr anspruchsvolle Programm des Juniorenbereiches. “Unten zu stehen, zu halten, zu fangen, immer eingreifen, wenn es nicht optimal läuft und meiner Partnerin ständig das Vertrauen zu vermitteln, dass ich für sie da bin, wenn Fehler passieren, das ist eine ganz neue Erfahrung“ so die engagierte Schweriner Sportakrobatin Gofrahn Solh. Ihre Kenntnis zu wissen, was oben passiert hilft ihr sicherlich bei der Bewältigung ihrer neuen Aufgabe.

Puurs (Belgien) war jetzt der letzte Vergleich mit Formationen der Weltspitze. Zum Ende des Wettkampfes, nach drei sehr gut präsentierten Übungen, reichte es mit einer Wertung von 26.970 Punkten für Bronze. Hinter den Sportakrobatinnen aus Belgien (27.170 Pk.) und den Zweitplatzierten aus den Niederlanden (27.100 Pk.) den Rang 3 zu belegen, war ein stolzes Ergebnis.

Nun heißt es, die Erfahrungen aus dem Wettkampf bis zur Weltmeisterschaft mitzunehmen und alles auszufeilen, was noch einer Korrektur bedarf.

K.Mevius