Schweriner Sportakrobaten ganz vorn

Datum: 30.11.17

Fast eineinhalb Jahre ist es um die Sportakrobaten vom VfL Schwerin ruhig geworden. Sportlerinnen, die seit Jahren auf dem internalen  Parkett zu Hause waren, haben ihre Karriere beendet. Die WM in China war ihr letzter großer Auftritt. Jetzt hieß es , die neuen Formationen festzulegen. Es folgten Wochen der Leistungs-Tests, Aufbau und wieder Korrektur, Probetraining und Auswertungen. Zwei, der erfolgreichen Sportlerinnen, Lilly Kutta und Gofrahn Solh besuchen noch das Sportgymnasium. Aber auch sie mussten ihre Plätze räumen. Oben  turnten sie, Lilly im Paar und Gofrahn in der Gruppe. Jetzt waren sie als Untermänner gefordert. Dazu getestet wurden die Sportlerinnen aus dem Nachwuchsbereich, die vom Alter und von der Leistung passten. Dann war es endlich soweit. Die besten  Formationen  waren  gefunden. Ein Trio für die Jugend und ein Paar für den Juniorenbereich war gebaut. Trainiert wurde täglich.3-4 Stunden während der normalen Schulzeit und viele Stunden mehr in den Ferien. Sie wissen, dass es nur so geht. Die Konkurrenz ist einfach zu stark. Ihr Ziel ist es, ganz oben anzukommen. Über den Weg als Bundeskader in die Nationalmannschaft aufgenommen zu werden. Das bedeutet viel Arbeit und viel Verzicht.

„Aber es lohnt sich“, so die Worte der 15jährigen Lilly Kutta. “Wer einmal zu Internationalen Meisterschaften auf dem Treppchen stand“, der weiß wovon ich spreche“, so kommentierte sie die Frage nach den “warum“. Nun war es soweit. Ihr erster Start zu einem Intern. Turnier sollte ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen. Wenn dieser Wettkampf auch noch nicht so leistungsstark besetzt war, lies er doch Schlüsse zu.

Das Jugend-Trio mit Lilly Kutta, Anouk König und der 10jährigen Julia Cazac holten sich in der Balance-Übung Silber, in der Dynamikübung einen 5.Platz und im Finale erturnten sie sich die ersehnte Bronzemedaille. Das war knapp, so kommentierten  die Schweriner Mädchen den Wettkampf während sie ihre Gegner studierten. Völlig überraschend zeigte sich das Juniorenpaar. Auch sie gaben ihr Debüt auf dem intern. Parkett. Mit dreimal Gold und einen enormen Applaus vom Publikum waren selbst sie überrascht. Trotz großer Aufregung von Luise Aßmann zeigten sie Nervenstärke. Nicht nur die Zuschauer waren begeistert, auch die intern. Kampfrichter. Sie belohnten ihre Finalübung mit der Traum-Note von 27.60 Punkten. Neben den 3 Goldmedaillen erhielten sie für den Tageshöchstwert auch noch den Gutenberg-Pokal. Das war ein gelungener Einstand!

Nun geht der Weg weiter. Anfang Dezember steht ein nächster  internationaler Wettkampf in Dresden auf dem Plan. Da werden einige international  bekannte Sportler auf der Matte stehen. Aber auch die Konkurrenz aus Deutschland  ist groß.

Karola Mevius