Projekttreffen mit dem VBRS M-V als ersten Netzwerkpartner

Am 25. Mai 2020 fand, im Rahmen des Projektes „Regionalliga Inklusion“, ein erstes digitales Treffen zwischen dem Landesturnverband M-V e.V. (LTV M-V), Inklusionscoach Pascal Vergin und unserem Netzwerkpartner Verband für Behinderten und Rehasport M-V e.V.  (VBRS M-V) statt.

Zunächst wurde das Projekt „Regionalliga Inklusion“ erläutert und Schnittmengen der Verbände und des Projektes erörtert.  Hier zeigten sich bereits erste Überschneidungen der Projekte „Regionalliga Inklusion“ und „DIE AUFKLÄRER – Handicapsport bewegt Schule“. Da beide Projekte ähnliche Zielgruppen haben, wurde schnell deutlich, inwieweit eine Zusammenarbeit entstehen kann und wird.

Das inklusive Kinderturnen, welches im Projekt „Regionalliga Inklusion“ umgesetzt wird, spricht ALLE Kinder im Alter von 3-7 Jahren an. Im Projekt des VBRS M-V „DIE AUFKLÄRER – Handicapsport bewegt Schule“ werden Kinder ab dem Schulalter von 6 Jahren einbezogen. Ebenso gibt es Überschneidungen bei den Kooperationspartnern, wie z.B. Vereine und Sportfachkräfte, so dass eine Netzwerkarbeit vereinbart wurde.

Der VBRS M-V wird die „Regionalliga Inklusion“ mit in sein eigenes Netzwerk einbeziehen, so dass bestehende Kooperationen mit Schulen genutzt werden können und eine Erweiterung des Netzwerks „Regionalliga Inklusion“ mittels Kooperationen mit verorteten Kitas stattfinden kann.

Im Juni wurden bei einem zweitens digitalen Meeting bisherige Ergebnisse diskutiert und Zielstellungen für das weitere Vorgehen festgelegt.  

Mit dem VBRS M-V haben wir einen kompetenten Netzwerkpartner gefunden. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit.


Region 1

Regionalliga Inklusion - Teilprojekt der Offensive Kinderturnen

Menschen sind verschieden und das ist gut so. Vielfalt ist etwas Schönes: Die kleinen Leute haben das am besten verstanden, denn Kinder spielen ohne Vorbehalte, ihnen ist es egal, woher ein anderes Kind kommt oder welche Voraussetzungen es hat.

Was ist die „Regionalliga Inklusion“?

Das deutschlandweite Projekt „Regionalliga Inklusion“ ist ein Teilprojekt der Offensive Kinderturnen und hat zum Ziel, allen Kindern die Möglichkeit zu geben, sich gemeinsam zu bewegen und zu spielen. Kinderturnen eignet sich durch vielfältige Bewegungsangebote besonders gut, um Verschiedenheit einen Raum zu geben. Kinderturnen bietet nicht nur eine Grundausbildung der motorischen und kognitiven, sondern auch der sozialen Fähigkeiten.

Die „Regionalliga Inklusion“ ist ein Projekt des Deutschen Turnerbunds (DTB) und der Deutschen Turnerjugend (DTJ) mit einer Laufzeit von 5 Jahren. Es wird von der Aktion Mensch Stiftung gefördert und von Special Olympics Deutschland (SOD), sowie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) als Kooperationspartner unterstützt. Das Projekt klärt auf und qualifiziert bundesweit Übungsleiter/innen in den Vereinen zu Angeboten im Bereich der fokussierten Zielgruppe (Inklusion, Integration, Bildungsbenachteiligung). Es initiiert und stärkt Kooperationen zwischen Vereinen, Einrichtungen der Behindertenhilfe, Kindergärten, Flüchtlingsinitiativen, Grundschulen und weiteren Einrichtungen bzw. Organisationen.

Für wen ist das Projekt?

Die Regionalliga öffnet Kindern im Alter von 3-7 Jahren die Türen zum Kinderturnen- ob Junge oder Mädchen, ob mit oder ohne Behinderung oder mit Migrationshintergrund. Im Vordergrund des Projekts steht nicht das „Wer kann das besser-Prinzip“, sondern das „Lass uns das gemeinsam gut machen-Prinzip“.  So kann jedes Kind, Elternteil, jeder Verein, jede(r) Übungsleiter/in, Erzieher/in oder Betreuer/in Teil des Projekts werden.

Wie funktioniert das Projekt?

Deutschlandweit sind sechs Inklusionscoaches in ihrer Region dafür verantwortlich, mit den jeweiligen Landesturnverbänden, Special Olympics, Kitas und anderen Organisationen Kooperationen aufzubauen. Berlin bildet dabei gemeinsam mit Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern die Region 1. Ziel ist es, in den Regionen ein Netzwerk aufzubauen, bessere Qualifikationsmöglichkeiten für alle Menschen zu schaffen und Informationen über Kinderturnangebote für alle zu verbreiten.

Mehr Informationen zum Projekt findet ihr unter: https://www.dtb.de/offensive-kinderturnen/ueber-das-projekt/teilprojekt-regionalliga-inklusion/

Wie kann man aktiv werden?

Ein Teil des Projekts, in dem Kinder, Kinder sein dürfen und es keine Rolle spielt, wo sie herkommen, wie sie aussehen oder ob sie eine Behinderung haben, kann ein Jeder werden. Ob als Übungsleiter/in, Elternteil, Kooperationspartner/in oder als Unterstützer/in und Befürworter/in, wird dabei nicht unterschieden- alle sind herzlich willkommen!

Die Möglichkeiten der Zusammenarbeit sind vielfältig:

Man kann…

  • Allen Kindern die Möglichkeit geben, am Kinderturnen teilzunehmen.
  • Bei den halbjährlichen Netzwerktreffen dabei sein, um Ideen zu besprechen und diese im Sportverein/in der Organisation umzusetzen.
  • Informationen über das Projekt an Eltern und Kinder weitergeben.
  • Den Verein in die Inklusionslandkarte eintragen, um zu signalisieren, dass dort alle Menschen willkommen geheißen werden.

Der Link zur Inklusionslandkarte:
https://www.inklusionslandkarte.de/IKL/Startseite/Startseite_node.html

Die Art der Zusammenarbeit hängt von der Motivation und Realisierbarkeit ab. Dennoch gilt: Je mehr Menschen mitmachen, desto mehr können wir erreichen!

 

Wenden Sie sich an Ihren Inklusionscoach der Region 1:

Pascal Vergin

E-Mail: pascal.vergin(at)tuju.de

oder an die Geschäftsstelle des Landesturnverbands M-V e.V.

 

 

Weitere Regionen sind: 

Region 2 (Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Bremen und Hamburg), Inklusionscoach: Arwin Mostauli mit Sitz in Hamburg

Region 3 (Hessen, Rheinland, Westfalen und Thüringen) Inklusionscoach: Eileen Jakobi mit Sitz in Alsfeld

Region 4 (Pfalz, Mittelrhein, Saarland, Rheinhessen), Inklusionscoach: Stefanie Kneisle mit Sitz in Koblenz

Region 5 (Baden, Schwaben und Bayern), Inklusionscoach: Astrid Hess in München und Anna-Lena Würbach in Stuttgart

Projektmitarbeit: Carolin Puls mit Sitz in Berlin beim Projektpartner Special Olympics Deutschland

Projektleitung: Lena Godulla mit Sitz in Frankfurt beim Projektträger DTB/DTJ

Pascal Vergin - Inklusionscoach der Region 1

Pascal stellt sich vor

Pascal Vergin ist 29 Jahre alt, kommt aus Berlin und hat seinen Bachelor of Arts im Bereich Management - Spezialisierung Sportmanagement – im Jahr 2014 erfolgreich abgeschlossen. Nach dem Studium war er für ca. drei Jahre in der freien Wirtschaft, in einem Unternehmen aus dem Bereich der Finanzdienstleistung für Sportvereine/-verbände im ostdeutschen Raum, im Vertrieb tätig. Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung und der Möglichkeit im Sport etwas bewegen zu können, hat sich Pascal mit großem Enthusiasmus für die Arbeit als Inklusionscoach entschieden. Ausschlaggebend war die einmalige Chance, im Kinderturnen, etwas bewegen zu können, was sich nachhaltig auf die gesamte Gesellschaft positiv auswirkt. Seit dem 01.07.2019 ist er als Inklusionscoach für die Region 1 (Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt), mit Sitz in der Geschäftsstelle des BTFB, aktiv.


Was ist und macht der Inklusionscoach?
Als Inklusionscoach fungiert er, im Rahmen des Teilprojektes „Regionalliga Inklusion“ der Offensive Kinderturnen in seiner Region als Bindeglied zwischen Vereinen / Übungsleitern und Familien, Interessierten, öffentlichen Einrichtungen, Förderern u.v.m.
Er initiiert zukunftsorientierte und nachhaltige Partnerschaften zwischen den verschiedensten Organisationen und unterstützt Vereine in der Region 1 bei der Umsetzung von inklusiven Sportangeboten.
Das Hauptaugenmerk liegt hierbei auf dem inklusiven Kinderturnen. Im Fokus seiner Arbeit steht voll und ganz das Kinderturnen – das Kinderturnen für Alle.
Das heißt, dass alle Kinder im Alter von 3-7 Jahren die Möglichkeit bekommen sollen, gemeinsam Spaß an der Bewegung zu entdecken sowie voneinander zu lernen. Inklusives Kinderturnen bedeutet, dass Kinder mit Migrationshintergrund oder aus bildungsfernen Schichten sowie Kinder mit/ohne Behinderung oder anderen Einschränkungen zusammen spielen und sich gemeinsam bewegen. Dabei steht nicht das "Wer kann das besser-Prinzip", sondern das "Lass uns das gemeinsam gut machen-Prinzip“ im Vordergrund.

Die Förderung der sozialen, kognitiven und physischen Entwicklung, die Förderung von vielfältigen Bewegungserfahrungen im Sinne einer allumfassenden Grundlagenausbildung sowie die Bereitstellung einer Anlaufstelle für Familien, in denen ihre Kinder professionell angeleitet werden, sind zentraler Bestandteil des inklusiven Kinderturnens.

Durch Kooperationen, besseren Qualifikationsmöglichkeiten, sowie den engen Kontakt zu Vereinen gibt die Regionalliga allen Kindern die Möglichkeit, am Kinderturnen teilzunehmen.

Pascal stellt sich mit Herzblut seiner neuen Herausforderung. Er freut sich jederzeit auf neue Gesichter und Menschen, die in dem Projekt aktiv werden wollen!


Ein erster gelungener Aufschlag

Im Rahmen des ersten Netzwerktreffens in der Region 1 kamen Vertreter verschiedenster Institutionen in einer kleinen, aber feinen Runde am 03.03.2020 in Halle (Saale) zusammen.

Die Diakonie Mitteldeutschland stellte ihre Räumlichkeiten zur Verfügung, in denen Frau Judith Witzel (Chemie Leuna e.V. - Abteilung Turnen), Frau Heike Herrmann (Integrative Kita „Kinderland“), Kerstin Steitz (Landesturnverband Sachsen-Anhalt), Frau Nancy Wellenreich und Frau Anne Schlase (beide Diakonie Mitteldeutschland) sowie Pascal Vergin (unser Inklusionscoach) zusammen gekommen sind.

Schnell wurde allen Beteiligten klar, dass sie beim Thema Inklusion auf derselben Wellenlinie sind. Frau Herrmann lud Frau Witzel und den Chemie Leuna e.V. zum Frühlingsfest der Kita „Kinderland“ ein, um auch im Anschluss darüber zu beraten, wie die Zusammenarbeit zwischen Verein und Kita und der Aufbau einer inklusiven Kinderturngruppe in Zukunft aussehen soll.

Wir sind gespannt, wie sich die Kooperation entwickelt. Der erste Aufschlag ist getan!